Ecuador: Deutscher will Spinnen schmuggeln
45-Jähriger wurde bereits im letzten Jahr zu acht Monaten Haft in Ecuador verurteilt
Ein 45-jähriger Mann aus Roßlau, wurde wegen versuchten Schmuggels seltener Spinnen in Quito, Hauptstadt von Ecuador, zu einer achtmonatigen Haftstrafe verurteilt, die er nun gerade abgesessen hat.
Bereits am 2. Oktober 2008 wurde der Mann auf dem Flughafen in Quito vorläufig in Gewahrsam genommen. Genau an diesem Tag ging sein Flug mit der niederländischen Airline KLM nach Amsterdam, von wo er weiter nach Deutschland fliegen wollte. Nur durch eine Routinekontrolle von Drogenfahndern am Flughafen, konnten die insgesamt 741 Spinnen entdeckt werden. Darunter ca. 70 Prozent Vogelspinnen! Die Tiere waren zum Teil bereits tot.
Das Gericht hatte ihn sodann zu einer Haft von acht Monaten verurteilt. Diese Haftzeit ist nun abgelaufen, angeblich kann sich der Mann aber kein Ticket für den Rückflug nach Deutschland kaufen, weil er kein Geld hat. Deshalb soll er momentan noch weiter sitzen.
Wie das Auswärtige Amt Berlin mitteilte, gebe es nun allerdings familiäre Unterstützung und auch die deutsche Botschaft würde sich für ihn einsetzen, damit er in absehbarer Zeit ausreisen kann.
In verschiedenen Terraristikforen, in denen es überwiegend oder ausschließlich um den Bereich Spinnen geht, soll der Roßlauer nicht unbekannt sein, denn er weckte immer wieder als Händler sowohl Aufmerksamkeit als auch Skepsis bei Interessenten, aufgrund seiner günstigen Verkaufspreise für seine Spinnen.
Schon länger ist unter Terrarianern bekannt, dass einige Betrüger, Schwarzhändler und Schmuggler in Terraristikforen sowie durch Kleinanzeigen, ihr Unwesen treiben. Aus aller Welt vertreten, in der letzten Zeit vermehrt aus Kamerun und Nigeria. Doch wie man sieht, kann auch die Vogelspinne des Nachbarn, der gerade um die Ecke wohnt, von ihm selbst nach Deutschland geschmuggelt worden sein.





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